Übungen zur Lichtgestaltung
Auf die motivationale Funktion des Lichteinsatzes wurde bereits in Kapitel 8.5.2 hingewiesen (vgl. ästhetisches Erlebnis, Bruch zur Alltagserfahrung). Nun sollte der Parameter Licht nicht nur als Mittel zum pädagogischen Zweck dienen, sondern auch inhaltlich als bedeutungskonstituierendes Element erkannt und eingesetzt werden. Die didaktische Kunst besteht darin, durch ein entsprechendes Setting beides zu erreichen.
Bei folgender theaterpädagogisch motivierten Übung werden die Kinder in mehrere 3er-Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe erhält jeweils zwei Taschenlampen. Der Raum wird verdunkelt und die Kinder bewegen sich zur Musik im Halbdunkel. Sobald die Musik von der medienpädagogischen Begleitung angehalten wird, müssen die Kinder ein Standbild (Freeze) zu einem vorgegebenen Thema entwickeln und dieses entsprechend beleuchten. Die Kinder lösen sich, wenn die Musik neu einsetzt. Diese Übung wird mehrmals hintereinander durchgeführt. Die MB regt die Gruppen dazu an, sich gegenseitig Feedback zu geben und sich Alternativen aufzuzeigen. Ziel dieser Ubung ist es, sowohl den Körperausdruck weiterzuentwickeln, als auch in spielerischer Form ein Grundverständnis für die bedeutungskonstruierende Funktion von Licht auszubilden.
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