Schüler-Medienmentoren-Programm (SMEP)
Das Schüler-Medienmentoren-Programm ist ein medienpädagogischer Kurs für Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Ziel der Ausbildung ist, dass Jugendliche lernen, Projekte und Arbeitsgemeinschaften zu selbst gewählten Themen rund um Medien, Medienschutz und Medienanalyse in ihrer Schule anzubieten.
Die Ausbildungsstandards werden vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg gewährleistet und die Teilnahme wird durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg zertifiziert. Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage www.schuelermedienmentoren.de.
SMEP in drei Schlagworten: Medienkompetenz – Verantwortung – Partizipation
Medienkompetenz
Das Mentoren-Programm SMEP legt großen Wert auf die Vermittlung von Medienkompetenz, die sich nicht im Erlernen des technischen Umgangs mit Medien erschöpft, sondern zu gleichen Teilen die Wirkungsweisen der Medienwelt in den Blick nimmt. Bezugspunkt und Grundlage des Medienmentoren-Programms ist die gemeinsam von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Kultusministerium (KM) Baden-Württemberg vereinbarte Definition: "Medienkompetenz heißt sachgerechter, selbstbestimmter, kreativer und sozial verantwortlicher Umgang mit Medien."
Verantwortung
Der "peer to peer"- Ansatz ist ein guter Weg, um zu lernen, wie man verantwortlich eine Gruppe führt und wie man sein Wissen an Gleichaltrige weitergeben kann. Zudem bietet das Programm Jugendlichen die Chance, sich auf einem Fachgebiet zu präsentieren, auf dem sie sich einigermaßen sicher fühlen. Die Jugendlichen können aus der Aufgabe, eine Gruppe zu leiten, Selbstsicherheit und Anerkennung von anderen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften gewinnen. Dieses Gefühl von persönlichen Erfolgen beeinflusst ihre Identitätsentwicklung positiv.
Partizipation
Partizipation bedeutet ganz konkret das Mitgestalten des Schullebens. Häufig gibt es eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die sich an ihrer Schule vielfältig engagiert, z.B. in der SMV oder bei Schulfesten. Andere halten sich eher zurück, weil ihre Fähigkeiten nicht gefragt sind oder weil sie sich nicht trauen, sich einzubringen. SMEP mit seiner Auswahl an Medien, Themen und Kooperationen macht es möglich, dass sie diese Hürde überwinden und sich an ihrer Schule einbringen.
Die Ausbildung im Überblick
Die Jugendlichen absolvieren das 40-stündige Programm in vier Kurseinheiten (Modulen). Schon während der Ausbildung zur Medienmentorin bzw. zum Medienmentor sollen die Jugendlichen übungshalber ein kleines Projekt an der Schule anbieten.
Jedes Modul umfasst zwei Wissensbereiche: den Umgang mit ausgewählten Medien und Kenntnisse für das Leiten von Gruppen. Die zukünftigen SMEPPER brauchen beides, damit sie an ihrer Schule unterschiedliche Angebote machen können. Sie unterstützen Lehrerinnen und Lehrer beim alltäglichen Medieneinsatz, dokumentieren Schulereignisse oder organisieren regelmäßige Mittags- oder Nachmittagsveranstaltungen, z.B. eine Trickfilm-AG oder einen Powerpoint-Kurs. In allen Fällen übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für die Geräte, die Organisation und den fachlichen Input.
Ansprechpartnerin
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg Projekt SMEP
Karin Zinkgräf
Rotenbergstr. 111
70190 Stuttgart
E-Mail: zinkgraef@no-spam.lmz-bw.de
Tel: 0711/ 2850-778
Das Projekt ist Teil der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg.







