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Open-Content für die Bildung

Open-Source - Open-Content - Free-Culture

Bild: Beth Kanter, Lizenz: cc

Die Zeit ist reif für freie Inhalte - die wachsende Zahl von Aktivitäten, Initiativen und Projekten im Internet belegen die zunehmende Bedeutung von freien Inhalten und Open-Content-Lizenzen. Ob sich tatsächlich weite Bereiche von Inhalten und deren Nutzungs- und Verbreitungsweise verändern werden, muss sich zeigen. Die Erfolgsgeschichte der Enzyklopädie Wikipedia als prominentestes Beispiel zeigt eindrücklich, welches Potential in gemeinschaftlich erstellten und veränderbaren Wissensbeständen liegt. Schon heute ist Wikipedia als stets verfügbare und aktuelle Informationsquelle in vielen Bereichen unverzichtbar geworden.

 

Die Bedeutung von Open Source, Open Content oder Free Culture zeigt sich besonders vor dem Hintergrund eines immer restriktiver gehandhabten Urheberrechts, der Diskussion um Patentrechte und der zunehmenden Kommerzialisierung von Informationen.

 

Was ist Open-Content?

 

Mit dem Begriff Open-Content werden Inhalte wie Texte, Töne, Bilder, Filme oder Multimediawerke bezeichnet, deren Verwendung und Verbreitung ausdrücklich erwünscht ist. In Anlehnung an Lizenzmodelle von Open-Source-Software wurden Open-Content-Lizenzen entwickelt, die in erster Linie durch umfassende Nutzungsrechtseinräumung gekennzeichnet sind.

 

Inhalte, die als Open-Content lizenziert sind, dürfen kopiert, verbreitet und je nach Lizenz auch verändert und weiterentwickelt werden, wenn auf den Urheber oder die Urheberin hingewiesen wird.

Open-Content für die Bildung

Bild: arròsalforn, Lizenz: cc

Im Bildungsbereich stoßen Pädagoginnen und Pädagogen schnell an die engen Grenzen des Urheberrechts oder befinden sich in einem urheberrechtlichen Graubereich. In der alltäglichen Praxis tauchen Fragen auf, besonders wenn es um die Verbreitung von Texten und Handouts oder die praktische Medienarbeit geht. Darf ein Musikstück im Unterricht zu Lehrzwecken verwendet werden? Darf ein Arbeitsblatt auf dem Schulserver gespeichert werden, wenn die Schülerinnen und Schüler auch von zu Hause aus darauf zugreifen können?

 

MediaCulture-Online hat sich mit verschiedenen Institutionen in Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um den freien Austausch und die freie Nutzbarkeit von Bildungsinhalten zu fördern. In einer gemeinsamen Stellungnahme des Bildungsbündnis Open-Content, der "Stuttgarter Erklärung", weisen die Unterzeichner auf das Potential von Open-Content für öffentliche Einrichtungen, für Lehrende und Lernende hin. Mehr Informationen zu der Initiative finden sie unter www.opencontent-bw.de.

Open-Content-Lizenzen

Bild: Stef Lewandowski, Lizenz: cc

Musik, Texte, Filme oder Bilder, die einer Open-Content-Lizenz unterliegen, dürfen frei verbreitet, kopiert und öffentlich aufgeführt werden. Je nach Lizenz dürfen diese Werke auch verändert, weiterentwickelt und sogar verkauft werden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Open-Content-Lizenzen. mehr...

 

 

 

Freie Inhalte finden

Bild: Lady Pain, Lizenz: cc

Es gibt freie Filme, CDs mit freier Musik, freie Bücher, Fotos, Software oder Notenblätter. Wir geben Ihnen Tipps, wo Sie gezielt nach Inhalten suchen können, die als Open-Content lizensiert wurden oder bei denen das Copyright bereits erloschen ist. Gerade bei der aktiven Medienarbeit ist es ungemein hilfreich, auf freie Musikstücke oder Fotos zurückgreifen zu können. mehr...

 

 

 

 

Freie Inhalte bei MediaCulture-Online

Bild: Aaron Schmidt, Lizenz: cc

Auch bei MediaCulture-Online gibt es freie Inhalte und wir werden in Zukunft möglichst viele eigene Texte, Bilder, Arbeitsblätter oder Töne als Open-Content anbieten. An dieser Stelle sammeln wir alle Materialen, die unter einer Open-Content-Lizenz veröffentlicht worden sind. mehr...

 

 

 

 

 

 

"Wenn du einen Apfel hast, und ich habe auch einen Apfel und wir tauschen diese Äpfel aus, dann haben wir immer noch jeder einen Apfel. Aber wenn wir beide eine Idee haben und tauschen sie aus, dann hat jeder von uns zwei Ideen."

 

George Bernhard Shaw


AutorInnen: Henriette Carle und Michael Schaller, MediaCulture-Online

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