Medien und Politik allgemein
Politainment versus Mediokratie.Autor: Dörner, Andreas |
AbstractGerhard Schröder setzt sich bei Thomas Gottschalk aufs Sofa, Guido Westerwelle besucht die Bewohner des Big-Brother-Containers. Hier ist die Verflechtung von Politik und Unterhaltung offensichtlich. Andreas Dörner wirft die Frage auf, ob damit zwangsläufig auch der Verfall der politischen Kultur einhergeht. Einerseits versuchen Politiker die Unterhaltungsindustrie dazu zu nutzen, um ihre Person und ihr Programm sichtbar zu machen und attraktiv erscheinen zu lassen. Anderseits greifen Medienschaffende gern auf Politiker zurück, um ihre Produkte interessanter zu machen. Sicher ist die Notwendigkeit der Politikvermittlung in der Demokratie gegeben, Politik muss sich öffentlich verkaufen. Wer sich den Funktionslogiken der Massenmedien nicht anpasst, der erreicht auch die Wähler nicht: Die empirische Medienforschung belegt einen wachsenden Anteil des Medienpublikums, das sich Polit- und Informationsformaten verweigert. Vor diesem Hintergrund lässt Andreas Dörner zahlreiche Varianten der medienvermittelten Politik in Talkshows und Daily Soaps Revue passieren. Seine Thesen stellte er beim Medienforum NRW zur Diskussion. |
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Prof. Dr. Andreas Dörner (* 1960) habilitierte 1999 zum Dr. habil. und Privatdozenten für das Fach Politkwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 


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