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Digital Rights Management (DRM) und Open Content

Der Umgang mit Urheberrechten im Zeitalter der Digitalisierung

 

Gegen das Raubkopieren von Musik-CDs, Filmen oder Software und das illegale Tauschen entsprechender Dateien im Internet will die Medienindustrie technisch aufrüsten: Digital Rights Management (DRM) heißt der Fachbegriff für verschiedene Systeme mit denen urheberrechtlich geschützte Inhalte kontrolliert werden können. Damit sollen neue Vertriebswege erschlossen und die illegale Weitergabe der Ware verhindert werden.

 

Was den Umgang mit geistigem Eigentum betrifft, also mit immateriellen Gütern wie Musik, Software, Bildern, Filmen oder Texten, gibt es in den letzten Jahren zwei gegensätzliche Entwicklungen. Der gemeinsame Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass es die Digitalisierung von Medien ermöglicht, Kopien anzufertigen, die sich vom Original nicht mehr unterscheiden. Das kann je nach Standpunkt ein Vorteil oder ein Nachteil sein: Wer mit der Vermarktung von Musik oder Computerprogrammen Geld verdient, dem kann durch das Brennen von CDs oder durch das Tauschen von Songs im Internet ein lukratives Geschäft entgehen. Wer anderen jedoch etwas weitergeben möchte, kann das nun tun ohne selbst darauf verzichten zu müssen.

 

Digital Rights Management

Ein Stapel CD-Roms
Bild: Photocase

Systeme zum digitalen Rechtemanagement (Digital Rights Management, DRM) werden entwickelt, die die Kontrolle über ein Produkt bei der Verwertungsgesellschaft belassen, auch wenn es sich nicht mehr in Händen des Verkäufers befindet. Auf diese Weise kann zum Beispiel bestimmt werden, wann, wie lange oder wie oft ein Musiktitel abgespielt werden kann. Kritikerinnen und Kritiker werfen diesen Systemen vor, dass sie die Interessen der Verbraucher zu wenig berücksichtigen und weisen auf Probleme mit dem Datenschutz hin. Wir erklären, was es mit digitalem Rechtemanagement auf sich hat und erläutern Begriffe, wie Trusted Computing, die in diesem Zusammenhang diskutiert werden. mehr...

Open Source und Open Content

Bücher
© Mauro Simonato

Im Zuge der Digitalisierung und der weltweiten Vernetzung ist eine Kultur des Schenkens und des Tauschens entstanden. Das Internet wird dazu genutzt, in gemeinsamer Arbeit Computerprogramme zu entwickeln oder Wissen zu sammeln. Prominente Beispiele hierfür sind das Open-Source-Betriebssystem Linux, der Browser Firefox oder die freie Enzyklopädie Wikipedia. Außerdem entstehen kostenlose Bilddatenbanken mit zum Teil riesigen Beständen, die sich besonders für nicht kommerzielle Zwecke nutzen lassen und es gibt Verlage, die sich bewusst dafür entscheiden, Bücher aus ihrem Angebot im Internet zum kostenlosen Download anzubieten. mehr...

 


Autorin: Henriette Carle, MediaCulture-Online

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Vorträge zum Thema Open Content als mp3

Bundeskongress Politische Bildung:
Wer verfügt über das im Internet vermittelte Wissen?

Literaturtipps:
Geistiges Eigentum

Robert A. Gehring:
Digital Rights Management

Rainer Kuhlen:
Wem gehört die Information im 21. Jahrhundert?

Rainer Kuhlen/Jochen Brüning:
Creativ Commons (CC)

Erik Möller:
Die Befreiung des Codes.

Jeanette Hofmann:
"Weisheit, Wahrheit und Witz". Über die Personalisierung eines Allgemeinguts.

Jeanette Hofmann:
Das "Digitale Dilemma" und der Schutz des geistigen Eigentums.